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Reaktion auf den Artikel „100 Millionen Dollar für die Lösung der Klima-Frage“ (DIE WELT)


Am 23.01.2021 erschien in Die Welt ein Artikel mit dem Titel „100 Millionen Dollar für die Lösung der Klima-Frage“. Der Inhalt des Artikel hat uns bei EXYTRON überrascht und verärgert. Lesen Sie hier die Reaktion von EXYTRONs Geschäftsführenden Gesellschafter Prof. a.D. Dr.-Ing. Karl-Hermann Busse:

 

WELT / WELT AM SONNTAG
Daniel Wetzel
Wirtschaftsredaktion

 

Betreff: Ihr Artikel in DIE WELT „100 Millionen Dollar für die Lösung der Klima-Frage“, vom 23. Januar 2021, S. 13

Rostock, 26. Januar 2021

Sehr geehrter Herr Wetzel,

beim Lesen Ihres Artikels überrascht mich, wie bei anderen Ihrer Kollegen immer wieder, dass Sie nur unzureichend über den aktuellen Stand der Technik informiert sind.

Aufgrund Ihrer Meinungshoheit sorgen Sie und auch andere Multiplikatoren immer wieder dafür, dass Ihre Leser nicht aktuell sachkundig informiert werden und daher innovative Technologien es äußerst schwer haben, sich Gehör zu verschaffen und sich durchzusetzen.

Ohne die Zeit zu haben auf Ihren Artikel im Einzelnen eingehen zu können, möchte ich nur hervorheben das Air-Capture Techniken, wie von Ihnen hinsichtlich eines Schweizer Unternehmens erwähnt (hier gibt es auch größere, z.B. einen kanadischen Wettbewerber), aufgrund einer Vielzahl von belastbaren theoretischen und experimentellen Nachweisen, selbst an ausgewählten Standorten, wie Island, auch zukünftig Kosten von rd. 200 €/t Kohlendioxid nicht unterschreiten werden.

Die gegenwärtigen Kosten liegen bei etwa 400-600 €/t.

Es lässt sich daher schon jetzt bei den hohen CO2-Mengen in der Atmosphäre leicht abschätzen, dass dieser Weg unbezahlbar ist. Das weiß auch Herr Elon Musk und wäre sonst bereits in diese Technik eingestiegen. So möchte er sicherlich sein Geld nicht verlieren.

Da ich mich nunmehr seit etwa 10 Jahren mit diesem Thema beschäftige, denke ich, dass zur Zeit nur eine Vorgehensweise wirtschaftlich und technisch aussichtsreich ist. Hierbei werden die entstehenden Stoffströme, z.B. in einem Kraftwerk, einer Heizungsanlage, Chemieanlage usw. auf der Basis von möglichst klimaneutral erzeugten chemischen Verbindungen, wie beispielsweise von Methan, Methanol usw. im geschlossenen Kreislauf möglichst vor Ort emissionsfrei genutzt. Daher kann hierbei keinerlei Emission in die Atmosphäre entweichen.

Dieser interne geschlossene Kohlenstoffkreislauf wurde bereits 2011 zum Patent angemeldet und sehr schnell, schon 2015 als Weltpatent (PCT) erteilt. Wir beabsichtigen, hierzu in diesem Jahr eine Reihe von internationalen Lizenzen, u.a. nach China, zu vergeben.

Gegenwärtig haben einige große Unternehmen, wie die BASF, MTU usw. derartige Anmeldungen abgelehnt bekommen und Hochschulforscher erfinden gegenwärtig zudem diese Technik mit hohen Bundes- und Landesmitteln neu.

Sie sind daher nicht alleine in dieser Unkenntnis.

Gern möchte ich Sie daher einladen, bei unseren Kunden beispielsweise in der Gebäude- und Energietechnik unsere Anlagen anzuschauen und die ZET-Technik (ZeroEmmission-Technology) einmal kennen zu lernen, vgl. auch www.exytron.com.

Gegenwärtig beschäftigen wir uns tatsächlich, wie in Ihrem Artikel angesprochen, mit Feststoffen, die wir in technische Stoffströme zur Vermeidung von Emissionen integrieren können. Hierzu werden wir gegen Ende diesen Jahres eine innovative und wirtschaftlich interessante Lösung vorstellen.

Vielleicht nehme ich mal Kontakt mit Herrn Musk auf… das ist wahrscheinlich schneller und zielgerichteter.

 

Freundliche Grüße

Prof. a.D. Dr.-Ing. Karl-Hermann Busse
Geschäftsführender Gesellschafter
EXYTRON GmbH

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