FAQ

Die häufigsten Fragen für Sie beantwortet

Was ist die SmartEnergyTechnology (SET)?

Die SmartEnergyTechnology ist ein modifiziertes Power-to-X-Verfahren, welches eine emissionsfreie, wirtschaftliche, (teil-)autarke und dezentrale Energieversorgung mit Strom, Wärme und Kälte aus erneuerbarer Energie gewährleistet.

Was ist die ZeroEmissionTechnology (ZET)?

Mit ZeroEmissionTechnology bezeichnen wir die von EXYTRON entwickelte, einzigartige emissionsfreie Verbrennung unseres regenerativen Erdgases innerhalb der SET. Das entstehende Kohlendioxid wird im Prozess der SmartEnergyTechnology zurückgeführt und so in einem geschlossenen Kreislauf immer wieder zur Produktion von Methan verwendet. Durch eine modifizierte Verbrennung unter Verwendung von Sauerstoffs entstehen zudem weder Stickoxide noch Feinstaub. Die ZET ist somit unser Schlüssel zu einer Energieversorgung ohne Emissionen.

Was ist Power-to-X?

Als Power-to-X werden verschiedene Technologien bezeichnet, mit denen überschüssiger Strom bspw. aus Photovoltaik, Wasser- oder Windkraft gespeichert und/ oder anderweitig genutzt werden können. Beispiele hierfür sind Power-to-Gas, Power-to-Liquid oder auch Power-to-Heat. Bei Letzterem kann überschüssige Energie mittels Heizstäben oder Wärmepumpen in Form von Wärmeenergie genutzt und/ oder gespeichert werden kann.

Was ist Power-to-Gas?

Power-to-Gas (PtG oder auch P2G) bezeichnet einen chemischen Prozess, bei dem durch Elektrolyse und nachgeschalteter Methanisierung unter Verwendung von regenerativ erzeugtem Strom ein Brenngas hergestellt wird. Dieses Brenngas ist in einfacher Ausführung Wasserstoff und durch Reaktion mit Kohlendioxid in der nachgeschalteten Methanisierung dann Methan.
Die EXYTRON GmbH hat eine Power-to-Gas-Anlage entwickelt, welches ein hochreines regeneratives Erdgas herstellt. Dieses Methan kann dezentral in Gastanks gespeichert oder in das öffentliche Gasnetz eingespeist werden.

Wo liegt der Unterschied zwischen herkömmlichen Power-to-Gas Systemen und der SmartEnergyTechnology (SET)/ ZET?

Bisher benötigten Power-to-Gas-Anlagen zur Methanisierung eine CO2-Quelle z. B. Biogasanlagen, Kohlekraftwerke. Damit sind sie standortabhängig und die im System entstehende Wärme kann projektabhängig oft nicht genutzt werden. Aus diesem Grund ist der Strom-Gas-Strom Wirkungsgrad ohne Wärmenutzung in den Einzelschritten dieser Power-to-Gas-Anlagen mit rd. 30 % nur sehr gering. Unsere SET kann durch die patentierte Rückführung des CO2, aus der eigenen Verbrennung dezentral angewendet werden. Somit ist sie direkt beim Kunden vor Ort einsatzfähig, was die Wärmenutzung ermöglicht. Dadurch lässt sich der Gesamtnutzungsgrad Strom-Gas Wirkungsgrad mit Wärme-/ Kälte-Nutzung der eingesetzten erneuerbaren Energie auf über 90 % steigern.

Für welche Anwendungen kann die SmartEnergyTechnology eingesetzt werden gibt es untere und obere Grenzen?

Die SmartEnergyTechnology wird in verschiedenen Pilotprojekten zur emissionsfreien und dezentralen Energieversorgung eingesetzt. Allerdings derzeit erst ab Größenordnungen von etwa 3.000 m2 Wohnfläche, entsprechenden gewerblichen Anlagen, Quartier-/ Siedlungskonzepten oder Kraftwerkslösungen usw.
Grund dafür ist, dass verschiedene Komponenten des Systems (z. B. der Elektrolyseur, Reaktoren, Kompressoren) Kosten verursachen, die bei der Planung z. B. für ein Einfamilienhaus derzeit noch den finanziellen Rahmen übersteigen würden. Wir arbeiten an technischen Lösungen, um unsere Power-to-Gas-Anlage/ Power-to-X-Anlage zukünftig auch in kleineren Anwendungen wirtschaftlich zu machen., Darüber hinaus werden sich auch Skalierungseffekte über die Anzahl der Anlagen und über Standardisierungen ergeben. Man kann daher davon ausgehen, dass die SET mit der Zeit zunehmend für kleinere Anwendungen interessant wird.
Nach oben sind den Kapazitäten der SET nahezu keine Grenzen gesetzt, da das System modular erweiterbar ist und Größenskalierungen zu einer verbesserten Wirtschaftlichkeit führen.

Eignet sich die SET zur vollständig autarken Energieversorgung?

Ja. Eine autarke Energieversorgung mit der SET ist dann möglich, wenn die zur Verfügung stehenden erneuerbaren Energien ausreichen, um abzüglich der Wirkungsgradverluste von bis zu 10 % den Gesamt-Energiebedarf des Objektes zu decken. Die Anlage muss dann so ausgelegt werden, um den längsten Zeitraum überbrücken zu können, in dem keine erneuerbaren Energien zur Verfügung stehen.
Das System ist daher gerade auch für Gebiete ohne entsprechende Infrastruktur interessant. Beispielsweise bei fehlenden Gas- und Stromnetzen in Flächenländern oder in Wohnprojekten/ Quartieren wo reale und nicht nur bilanzielle Vollversorgung mit Strom/ Wärme die Ziele der Energiewende im Gebäudebereich umsetzen helfen oder im Bereich der Inselversorgung.

Welche Märkte sind interessant um die SmartEnergyTechnology anzuwenden?

Die SET kann überall dort eingesetzt werden, wo Strom aus erneuerbaren Energien zur Verfügung steht und Verbraucher von Strom, Wärme oder Kälte vorhanden sind.

Lässt sich die SET auch in bereits bestehende Energieversorgungssysteme integrieren?

Ja. Bereits vorhandene Energieversorgungssysteme können in die SET mit eingebunden werden. Dazu müssen gewisse technische Voraussetzungen erfüllt sein und die Einbindung sollte sowohl wirtschaftlich als auch energietechnisch Sinn machen. Vor allem Anlagen mit einem hohen Bedarf an Wärme oder Kälte sind wirtschaftlich interessant.

Welche Vorteile ergeben sich aus der Kombination der SET und Biogasanlagen?

Durch Anwendung der SET kann der Anteil von CO2 im Biogas unter Zusatz von Wasserstoff im EXYTRON-Reaktor zu regenerativem Erdgas Durch Anwendung der SET kann der Anteil von CO2 im Biogas unter Zusatz von Wasserstoff im EXYTRON-Reaktor zu regenerativem Erdgas umgesetzt werden. Der Methananteil im Biogas kann so auf über 98 % gesteigert werden. Zum Vergleich (bisher liegt der Anteil von Methan im Biogas zwischen 50 und 60 %) Der gesteigerte Brennwert des Biogases liefert zwei Optionen zur Effizienzsteigerung der Biogasanlage. Entweder wird mehr Strom aus dem Biogas generiert oder weniger Gas/ Biomasse für den gleichen Ertrag benötigt. Diese Effizienzsteigerung reduziert einerseits den Verbrauch kostbarer Anbaufläche für das Substrat und verringert somit andererseits die Flächen schädlicher Monokulturen.

Was ist eine Sektorkopplung?

Sektorkopplung/ Sektorenkopplung oder Integrated Energy bezeichnet die intelligente Vernetzung der drei Sektoren der Energiewirtschaft Elektrizität, Wärmeversorgung und Verkehr. Durch Synergieeffekte dieser Sektoren kann ein hoher Anteil erneuerbarer Energien integriert werden. Somit wird die Sektorkopplung auch als Schlüsselkonzept in der Energiewende und dem Aufbau von Energiesystemen mit 100 % erneuerbaren Energien gesehen.

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