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Frequently Asked Questions

Die häufigsten Fragen für Sie beantwortet

Was ist Power-to-Gas?

Power-to-Gas (PtG oder auch P2G) bezeichnet einen chemischen Prozess, bei dem durch Elektrolyse und nachgeschalteter Methanisierung unter Verwendung von regenerativ erzeugtem Strom ein Brenngas (Wasserstoff in einfacher Ausführung oder mit nachgeschalteter Methanisierung Methan) hergestellt wird.
Die EXYTRON GmbH hat ein Power-to-Gas System entwickelt, die SmartEnergyTechnology, welches ein hochreines regeneratives Erdgas herstellt. Dieses kann dezentral in Gastanks gespeichert oder in das öffentliche Gasnetz eingespeist werden.

Wo liegt der Unterschied zwischen herkömmlichen Power-to-Gas Systemen und der SmartEnergyTechnology (SET)?

Bisher benötigten Power-to-Gas Anlagen zur Methanisierung eine CO2-Quelle (z. B. Biogasanlage, Kohlekraftwerk), waren daher standortabhängig und konnten die im System entstehende Wärme nicht nutzen. Dadurch erreichten diese Anlagen nur einen sehr geringen Wirkungsgrad. Durch die patentierte Rückführung des CO2, aus der eigenen Verbrennung im Kreislauf, kann die SET der EXYRTON GmbH auch für dezentrale Anwendungen direkt beim Kunden eingesetzt und so auch die Wärme genutzt werden. Dadurch lässt sich der Gesamtnutzungsgrad (Strom, Wärme, Kälte) der eingesetzten Energie auf über 80% steigern.

Für welche Anwendungen kann die SmartEnergyTechnology eingesetzt werden - untere und obere Grenzen?

Die SmartEnergyTechnology wird in verschiedenen Pilotprojekten zur emissionsfreien Energieversorgung eingesetzt, allerdings derzeit erst ab Größenordnungen von etwa 4.000 – 5.000 m2 Wohnfläche, entsprechenden gewerblichen Anlagen, Kraftwerkslösungen usw.
Grund dafür ist, dass verschiedene Komponenten des Systems (z. B. der Elektrolyseur, Reaktoren, Kompressoren) Kosten verursachen, die bei der Planung z. B. für ein Einfamilienhaus derzeit noch den finanziellen Rahmen sprengen würden. EXYTRON arbeitet an technischen Lösungen, um dieses System zukünftig auch in kleineren Anwendungen wirtschaftlich zu machen, auch werden sich Skalierungseffekte über die Anzahl der Anlagen und über Standardisierungen ergeben. Man kann daher davon ausgehen, dass die SET mit der Zeit zunehmend für kleinere Anwendungen interessant wird.
Nach oben sind den Kapazitäten der SET nahezu keine Grenzen gesetzt, da das System modular erweiterbar ist.

Eignet sich die SET zur vollständig autarken Energieversorgung?

Ja. Eine autarke Energieversorgung mit der SET ist dann möglich, wenn die zur Verfügung stehenden erneuerbaren Energien ausreichen, um abzüglich der Wirkungsgradverluste den Gesamt-Energiebedarf des Objektes zu decken. Allerdings muss die Anlage dann mit entsprechenden Kapazitäten ausgelegt werden, um den längsten Zeitraum überbrücken zu können, in dem keine erneuerbaren Energien zur Verfügung stehen.
Das System ist daher gerade auch für Gebiete interessant ohne entsprechende Infrastruktur (fehlende Gas- und Stromnetze).

Lässt sich die SET auch in bereits bestehende Energieversorgungssysteme integrieren?

Ja. Vorhandene Anlagen können ggf. in die SET mit eingebunden werden, wenn gewisse technische Voraussetzungen erfüllt sind und deren Einbindung wirtschaftlich und energietechnisch Sinn macht.
Vor allem Anlagen mit hohem Wärme-/Kältebedarf sind wirtschaftlich interessant.

Welche Vorteile ergeben sich aus der Kombination der SET und Biogasanlagen?

Durch Anwendung der SET kann der Anteil von CO2 im Biogas unter Zusatz von Wasserstoff im EXYTRON-Reaktor zu regenerativem Erdgas umgesetzt werden. Der Methananteil im Biogas kann so auf über 90 % gesteigert werden (bisher zwischen 50 und 60%). Durch den gestiegenen Brennwert des Gases wird entweder mehr Strom aus dem Biogas generiert oder weniger Gas für den gleichen Ertrag benötigt. Dies reduziert den Verbrauch kostbarer Anbaufläche für das Substrat und verringert somit die Flächen schädlicher Monokulturen.

Was ist Power-to-X?

Als Power-to-X werden verschiedene Technologien bezeichnet, mit denen Stromüberschüsse bspw. aus Windenergie oder Solarenergie gespeichert und/oder anderweitig genutzt werden können. Beispiele hierfür sind Power-to-Gas oder auch Power-to-Heat, bei dem überschüssige Energie mittels Heizstäben oder Wärmepumpen in Form von Wärmeenergie genutzt und/oder gespeichert werden kann.