FAQ

Die häufigsten Fragen für Sie beantwortet

Was ist die SmartEnergyTechnology (SET)?

Die SmartEnergyTechnology ist ein patentiertes, innovatives Energieversorgungssystem von EXYTRON, welches mit Strom aus erneuerbaren Energiequellen Objekte von der Wohnanlage bis zu Stadtquartieren oder Gewerbegebieten dezentral und emissionsfrei zuverlässig mit Strom, Wärme und Kälte versorgt.

Was ist die ZeroEmissionTechnology (ZET)?

ZeroEmissionTechnology bezeichnet die einzigartige, emissionsfreie Verbrennung des regenerativen Erdgases in den Energieversorgungssystemen von EXYTRON. Das bei der Verbrennung entstehende Kohlendioxid wird zurückgeführt, zwischengelagert und in einem geschlossenen Kreislauf als Wertstoff immer wieder zur Produktion von Methan verwendet. Durch eine modifizierte Verbrennung unter Verwendung von Sauerstoff entstehen zudem weder Stickoxide noch Feinstaub oder Methanschlupf. Die ZET ist somit der Schlüssel zu einer Energieversorgung ohne Emissionen.

Was ist Power-to-X?

Als Power-to-X werden verschiedene Technologien bezeichnet, mit denen überschüssiger Strom beispielsweise aus Photovoltaik, Wasser- oder Windkraft gespeichert und/oder anderweitig genutzt werden kann. Beispiele hierfür sind Power-to-Gas, Power-to-Liquid oder auch Power-to-Heat. Bei Letzterem kann überschüssige Energie mittels Heizstäben oder Wärmepumpen in Form von Wärmeenergie genutzt und/oder gespeichert werden. Power-to-Liquid beschreibt beispielsweise die Herstellung von regenerativen Kraftstoffen, wie LNG, Methanol und DME. Power-to-X ist ein wichtiger Bestandteil der EXYTRON-Anlagen.

Was ist Power-to-Gas?

Power-to-Gas (PtG oder auch P2G) bezeichnet einen chemischen Prozess, bei dem durch Elektrolyse und ggf. nachgeschalteter Methanisierung unter Verwendung von regenerativ erzeugtem Strom Brenngase (Wasserstoff, Methan) hergestellt werden.
Die EXYTRON GmbH hat eine Power-to-Gas-Anlage entwickelt, welche ein hochreines regeneratives Erdgas (bis über 99% Methangehalt) herstellt. Dieses Methan kann gasförmig (SNG – synthetic natural gas) oder verflüssigt (LNG – liquefied natural gas) gelagert oder in das Gasnetz eingespeist werden.

Wo liegt der Unterschied zwischen herkömmlichen Power-to-Gas Systemen und der SmartEnergyTechnology (SET)/ ZET?

Bisher benötigten Power-to-Gas-Anlagen zur Methanisierung eine Kohlendioxid-Quelle, z.B. Biogasanlagen oder Kohlekraftwerke. Damit sind sie standortabhängig und die im System entstehende Wärme kann projektabhängig oft nicht genutzt werden. Aus diesem Grund ist der Strom-Gas-Strom-Wirkungsgrad ohne Wärmenutzung in den Einzelschritten dieser Power-to-Gas-Anlagen mit rund 30% nur sehr gering. Die SET/ZET kann durch die patentierte Rückführung des Kohlendioxids aus der eigenen Verbrennung dezentral eingesetzt werden. Somit ist sie direkt beim Kunden vor Ort einsatzfähig, wodurch die Wärmenutzung ermöglicht wird. Dadurch lässt sich der Gesamtnutzungsgrad der selbst erzeugten Energie mit Wärme-/ Kälte-Nutzung auf über 90% steigern.

Für welche Anwendungen kann die SmartEnergyTechnology eingesetzt werden? Gibt es untere und obere Grenzen?

Im Bereich der Versorgung von Gebäuden (Wohngebäude, Wohnanlagen, Quartiere, Gewerbeobjekte u. ä.) mit der SmartEnergyTechnology sollte ein Mindestenergiebedarf von etwa 200.000 kWh/a Strom und 400.000 kWh/a Wärme vorhanden sein. Außerdem die Möglichkeit der Installation oder die Nutzung vorhandener PV-Anlagen mit einer jährlichen Produktion mindestens des Strombedarfs. Kleinere Anlagen sind technisch möglich, jedoch steigen die spezifischen Kosten deutlich an, je kleiner eine Anlage wird. Nach oben den Anlagengrößen keine Grenzen gesetzt, Industrieparks und ganze Stadtquartieren können versorgt werden.

Energiefabriken können entstehen, wo signifikante Mengen erneuerbarer Energie erzeugt werden (z. B. Windparks) und in räumlicher Nähe Verbraucher wie Ortschaften oder Gewerbegebiete eingebunden werden können.

Eignet sich die SET zur vollständig autarken Energieversorgung?

Ja, eine autarke Energieversorgung mit der SET ist dann möglich, wenn die zur Verfügung stehenden erneuerbaren Energien ausreichen, um abzüglich der Wirkungsgradverluste den Gesamtenergiebedarf des Objektes zu decken. Die Anlage muss dann so ausgelegt werden, dass der längste Zeitraum überbrückbar ist, in dem keine erneuerbaren Energien zur Verfügung stehen.

Das System ist daher gerade auch für Gebiete ohne entsprechende Infrastruktur interessant. Beispielsweise bei fehlenden Gas- und Stromnetzen in Flächenländern oder im Bereich der Inselversorgungen.

Welche Märkte sind interessant um die SmartEnergyTechnology anzuwenden?

Die SET kann überall dort eingesetzt werden, wo überschüssiger Strom aus erneuerbaren Energien zur Verfügung steht und Verbraucher von Strom, Wärme oder Kälte vorhanden sind.

Lässt sich die SET auch in bereits bestehende Energieversorgungssysteme integrieren?

Ja, bereits vorhandene Energieversorgungssysteme können in die SET mit eingebunden werden. Dazu müssen gewisse technische Voraussetzungen erfüllt sein, und die Einbindung sollte sowohl wirtschaftlich als auch energietechnisch Sinn ergeben.

Welche Vorteile ergeben sich aus der Kombination der SET und Biogasanlagen?

Durch Anwendung der SET kann das Kohlendioxid im Biogas zusammen mit Wasserstoff der Methanisierungsanlage von EXYTRON zu regenerativem Erdgas umgesetzt werden. Zum Vergleich: Bisher liegt der Anteil von Methan im Biogas zwischen 50 und 60%. Der gesteigerte Brennwert des Biogases liefert zwei Optionen zur Effizienzsteigerung der Biogasanlage: Entweder wird mehr Strom aus dem Biogas generiert oder weniger Gas/Biomasse für den gleichen Ertrag benötigt. Diese Effizienzsteigerung reduziert einerseits den Verbrauch kostbarer Anbaufläche für das Substrat und verringert somit andererseits die Flächen schädlicher Monokulturen.

Was ist eine Sektorkopplung?

Sektorkopplung bzw. Sektorenkopplung oder Integrated Energy bezeichnet die intelligente Vernetzung der drei Sektoren der Energiewirtschaft: Strom, Wärme und Verkehr/Mobilität. Durch Synergieeffekte dieser Sektoren kann ein hoher Anteil erneuerbarer Energien integriert werden. Somit wird die Sektorkopplung auch als Schlüsselkonzept in der Energiewende und dem Aufbau von Energiesystemen mit 100% erneuerbaren Energien gesehen.